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Arbeiten im Coworking Space – ist das etwas für mich?

Zuletzt aktualisiert: 8. April 2021
Nicht nur durch die Corona-Pandemie ist der Wunsch nach flexiblen Arbeitsorten bei vielen Menschen größer geworden. Immer mehr wünschen sich selbstbestimmteres Arbeiten und die Möglichkeit, je nach Bedarf von zuhause, dem Büro oder einem Coworking Space zu arbeiten. Aber wie genau funktioniert das Arbeiten in einer solchen Umgebung?

New Work – Eine Bewegung aus den 70ern

Ursprünglich hat der Philosoph Frithjof Bergmann in den 70er Jahren die Bezeichnung New Work als eine Gegenbewegung zum Kapitalismus entwickelt. Dabei stehen bei der „neuen Arbeit“ Werte wie Selbstständigkeit, Freiheit und eine erfüllende Arbeit im Vordergrund. Auch wenn man New Work mittlerweile oft mit ausgefallenen Einrichtungsideen wie einem Bällebad im Büro und einer Schaukel in der Küche verbindet, so ist der Wunsch nach einem selbstbestimmteren Arbeiten und mehr Unabhängigkeit geblieben. Diese Unabhängigkeit und Freiheit findet sich auch in der Flexibilität des Arbeitsortes wieder, ob im Büro, zuhause, im Café oder im Coworking-Space – oft kann man sich heute aussuchen, wo man wann woran arbeiten möchte. Womit wir auch schon beim Thema wären: was bedeutet Coworking eigentlich genau?

Ein Coworking Space ist ein Ort, an dem man gemeinsam arbeitet, ohne „notwendigerweise eine Tätigkeit zu teilen“ (Tobias Kremkau, Manager von Deutschlands erstem Coworking Space). Die verschiedenen Coworking Spaces können sich stark unterscheiden und haben jeweils eigene Hausregeln und Werte. Was jedoch alle gemeinsam haben, ist, dass man sich die Infrastruktur, die Küche und eventuell sogar den Schreibtisch teilt.

Photo by Marvin Meyer on Unsplash

Vor- und Nachteile eines Coworking Spaces

Die Arbeit in einem Coworking Space bietet durch die gemeinsame Nutzung einige Vorteile. Es ist meist günstiger und flexibler als ein eigenes Büro zu mieten. Viele Spaces bieten Tagestickets oder sogenannte FlexDesks an, die man nur für einzelne Tage anmietet – ideal, wenn man nur für einen gewissen Zeitraum oder an bestimmten Tagen einen Platz zum Arbeiten braucht.

Man arbeitet mit vielen verschiedenen Menschen zusammen, Vernetzung und Wissensaustausch auch außerhalb der eigenen Organisation sind dadurch leicht möglich und erwünscht. Wenn Du also gern für Dich arbeitest, aber Dich trotzdem gern austauschst und vernetzt, könnte Coworking eine ideale Arbeitsweise für Dich sein, denn an der Kaffeemaschine trifft man immer jemand Neues. Apropos Kaffee: der ist meistens umsonst.

Viele Coworking Spaces bieten Geschäftsadressen und Postfächer an, die man unabhängig von einem Arbeitsplatz mieten kann. Auch Meeting- und Eventräume können separat gemietet werden. Das ist vor allem für diejenigen interessant, die Kundengespräche nicht unbedingt zu Hause führen möchten oder mehr Ausstattung wie White Board, große Bildschirme, Kamera, etc. benötigen.

Einer der größten Vorteile an der Arbeit in einem Coworking Space ist die Zugehörigkeit zur Community. Durch Events, die räumliche Nähe oder das gemeinsame Mittagessen entstehen Kontakte zu möglichen Partner*innen, Kund*innen oder Gleichgesinnten.

Natürlich gibt es auch Aspekte in einem Coworking Space, die nicht für alle geeignet sind. Du wirst das Tippen der anderen Coworker*innen, die Kaffeemaschine, den Drucker oder die Klingel hören. Wenn Du also absolute Ruhe um Dich herum brauchst, um arbeiten zu können, ist ein Coworking Space wahrscheinlich keine gute Wahl. Als Tagesmieter*in oder FlexDesk-User wechselst Du jedes Mal den Platz, an dem Du arbeitest. Ein Familienfoto aufstellen oder Dokumente liegen lassen, ist daher nicht möglich, aber dafür gibt es ja FixDesks (das ist ein fester Arbeitsplatz, an dem niemand außer Dir arbeitet).

Photo by Shridhar Gupta on Unsplash

Der Coworking-Knigge

Wenn wir Dich nun neugierig gemacht haben und Du Coworking einmal ausprobieren möchtest, haben wir hier noch ein paar Tipps für Dich, um die Zusammenarbeit im Coworking Space so angenehm wie möglich zu machen:

  • Die anderen beißen nicht! Viele Spaces haben eine Pinnwand oder ein Kommunikations-Tool, in dem Du dich vorstellen kannst. Wenn Du dazu noch angibst, was Du machst und ob Du zum Beispiel neue Aufträge suchst, entwickeln sich die Gespräche von allein.
  • Wenn Du dann ins Gespräch gekommen bist, telefonieren musst oder ein Meeting hast, benutze dafür am besten die vorgesehenen Räume, um die anderen nicht zu stören.
  • Wenn jemand Kopfhörer aufhat, ist das das universelle Zeichen für „bitte nicht ansprechen“.
  • Wie in jedem öffentlichen Raum ist Rücksicht das Wichtigste für eine problemlose Zusammenarbeit. Vermeide also am besten die Dinge, die Dich selbst stören würden.

Neugierig geworden? In Krefelds erstem Coworking Space, dem UrbanWork, kannst Du unverbindlich ausprobieren, ob Coworking das Richtige für Dich ist oder Dir direkt einen Platz buchen, wenn Du Dir schon sicher bist. Unter info@urbanwork-krefeld.de oder 02151 8207470 kannst du einen kostenlosen Probetag vereinbaren.

Lesedauer:   Min
Quelle/AutoR

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