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Start-ups oder kleine Unternehmen: Die Unterschiede!

Zuletzt aktualisiert: 16. Februar 2021
Hinweis: Wir schreiben in diesem Artikel bewusst “kleines Unternehmen” anstatt “Kleinunternehmen”, um Missverständnisse oder Verwechslung mit der “Kleinunternehmerregelung” im Gewerbebereich zu vermeiden. Ein kleines Unternehmen zeichnet sich dabei nicht durch eine bestimmte Rechtsform aus, sondern kann juristisch betrachtet eine GmbH, eine UG, eine GbR, etc. sein.  

Immer wieder hören wir diesen Begriff links und rechts: Startup! Allzu oft denken wir dabei an eine kleine Form eines Unternehmens. Aber hast Du schon einmal einen Moment inne gehalten und Dich gefragt: "Was ist eigentlich ein Startup?"

Ist es nur ein Schlagwort für ein schnell wachsendes Technologieunternehmen, oder gibt es einen wirklichen und wichtigen Unterschied zwischen dem, was ein Startup ausmacht, und dem, was als „Small Business“ qualifiziert wird?

Tatsächlich gibt es einen echten Unterschied zwischen einem Start-up und einem kleinen Unternehmen. Wir sind die genauen Definitionen durchgegangen und geben Dir heute waschechte Hinweise dazu.

Land in Sicht? - Auf der Suche nach

einer guten Idee.

Denk’ einmal kurz darüber nach, was der Geschäftsführer eines Startup-Unternehmens tut: Er entwickelt eine, hoffentlich, herausragende Geschäftsidee, spricht mit den wichtigsten Branchenakteuren, beschafft die ersten finanziellen Mittel und nutzt diese, um sein Geschäftsmodell auf dem Markt zu testen.

Das wirkt erstmal wie die Anfangssituation eines großen Unternehmens. Aber hier kommt der wichtige Unterschied: Die Ungewissheit.

Start-ups lassen sich am besten als Organisationen definieren, die auf der Suche nach einem wiederholbaren und skalierbaren Geschäftsmodell sind. Sie entwickeln also Produkte oder Angebote, die zuvor noch nicht getestet wurden. Ein Start-up kann also nicht auf der Basis eines Musters oder eines Blueprints gegründet und geformt werden.

Dazu kommt, dass Gründer schnell aus dieser Ungewissheit herauskommen und somit einen bedeutenden Einfluss, oft auch Druck, auf ihren Markt ausüben wollen.

Foto von Chang Duong auf Unsplash

Und was ist dann ein (kleines)

Unternehmen?

Ein kleines Unternehmen, im Gegensatz, ist nicht auf der Suche nach einem revolutionären Geschäftsmodell, das jederzeit gut scheitern könnte.

Es ist eine autarke Organisation, die vom ersten Tag an Einkommen generieren kann. Denn es baut auf bestehendem Wissen und Erfahrungen auf. Es erfordert häufig überschaubarere Investitionen und Zeit, um ein funktionierendes Geschäft zu etablieren.

In der Regel bringt ein kleines Unternehmen einen verhältnismäßig geringen Umsatz ein, tritt in einen lokalen oder regionalen Markt ein und hat eine kleine Anzahl von Mitarbeitern.

Die wichtigsten Unterschiede -

eine Checkliste.

Wenn wir also in Zukunft einer neuen Gründungen entgegenblicken, wird es uns einfacher fallen, zu unterscheiden, ob wir es mit einem Startup oder einem kleinen Unternehmen zu tun haben:

Können wir hier die Haken setzen:

  1. Das Unternehmen verfolgt ein Ziel, welches bisher unerprobt ist?
  2. Das Unternehmen wird versuchen, schnell möglichst stark zu wachsen?
  3. Das Unternehmen verfolgt die Absicht, seinen Markt intensiv zu beeinflussen?

Drei mal ja? - Klingt ganz nach einem Start-up.

Wenn wir mit Nein geantwortet haben, handelt es sich eventuell um ein modernes Café, einen flippigen Friseursalon oder einen Suppen-Laden, der alle Produkte aus dem eigenen Garten bezieht. Klingt ungewöhnlich, ja. Und doch werden sie wohl kaum eine Branche maßgeblich revolutionieren, sondern stattdessen lediglich versuchen, in ihr profitabel zu sein. Und das kann gut funktionieren, denn wir alle wissen, dass Leute sich die Haare schneiden müssen und gerne mal eine leckere Suppe essen wollen. Ihre Aufgabe ist es also, ihren Markt zu identifizieren und dafür zu sorgen, dass der Service erkannt und genutzt wird.

Haben Start-ups immer mit

Technologie zu tun?

Wer kennt sie nicht: Steve Jobs, Elon Musk, Jeff Bezos? Tech-Giganten mit globalem Ruhm. Auch wenn sich erfolgreiche Gründer diesen redlich verdient haben, erwartet die meisten Gründer eines Start-ups erstmal eine sehr lange Durststrecke.

Die Ungewissheit hat einen hohen Preis. Sie erfordert Anfangsinvestitionen - und diese Investitionen werden nicht sofort zu Ergebnissen führen. Daher wird ein Startup in seinen ersten Jahren wahrscheinlich nicht rentabel sein, ehrlich gesagt erreichen die wenigsten die Rentabilität, also, dass sie sich selbst finanziell tragen können.

Damit es sich aber bei einem Erfolg richtig auszahlt, fokussieren Start-ups sich häufig auf einen einen Massenmarkt. Nicht umsonst kommt den meisten Menschen die Technologiebranche in den Sinn, wenn sie von Start-ups hören. Kein Wunder: Mit Online- oder technologieorientierte Lösungen lässt sich wesentlich leichter ein großer Markt erreichen.

Dennoch gibt es auch in vielen anderen Branchen disruptive, innovative Lösungen, die die Welt verändern können. Ob positive oder negativ muss jeder dabei selbst entscheiden.

Foto von True Agency auf Unsplash

Warum reden Start-ups so oft über

Investoren und Anteile?

Eine Gemeinsamkeit, die kleine Unternehmen und Start-ups teilen, ist die Herausforderung, eine Finanzierung zu finden. Denn auch ein Café zu eröffnen und erfolgreich zu führen, ist oft mit erheblichen Kosten verbunden.

Bei klassischen Geschäftsmodellen wenden sie die Gründer oft an traditionelle Banken oder Online-Kreditgeber. Diese prüfen genauestens, ob das Risiko nicht zu hoch ist, bieten dann Kapitalbeträge an und verlangen Zinsen für die Finanzierung. So bleiben die Gründer von kleinen Unternehmen oftmals 100-prozentige Anteilseigner ihrer Firma.

Bei Start-ups wird häufiger ein anderer Ansatz gewählt. Da das Risiko hier oftmals vielfach höher ist, wenden sich Start-up Gründer gerne an Risikokapitalgeber oder Angel-Investoren. Diese führen zwar auch gründliche Prüfungsprozesse durch, sind aber bereit, im Zweifel keine Garantie für ihre Finanzierung zu bekommen. Im Austausch für das Kapital vergeben die Gründer Firmenanteile an ihre Investoren, damit diese im Fall eines zukünftigen Verkaufs ein Vielfaches ihres investierten Beitrags zurückbekommen.

Wenn Start-ups und kleine Unternehmen einen Weg ohne externe Finanzierung wählen, sprechen wir vom sogenannten „Bootstrapping“. Ein interessantes Thema, das wir gerne in einem zukünftigen Artikel behandeln werden.

Und wie unterscheidet sich die

Zukunft von Start-ups und kleinen Unternehmen?

Start-up-Unternehmen sind nur vorübergehend gedacht. Wenn alles gut geht, etabliert sich das Angebot oder das Produkt. Hin und wieder geht es an die Börse. In solchen Erfolgsfällen sprechen wir von sogenannten „Unicorns“. Äußerst seltene Ausnahmen, die jedoch die Motivation vieler Gründer und Investoren hoch halten.

Und auch wenn sie nicht komplett explodieren, so wandelt sich das Geschäftsmodell möglicherweise in ein lukratives Unternehmen. Wenn sich die Idee etabliert hat, sie also getestet wurde, werden ehemalige Start-ups zu regulären Unternehmen.

Natürlich hat jeder Unternehmer andere Absichten, was er von seinem Vorhaben erwartet, aber im Allgemeinen beabsichtigen doch alle Gründer, selbsttragende und dauerhafte Unternehmen auf die Beine zu stellen. Und dazu gehört in jedem Fall eine große Portion Freude, Energie und auch etwas Glück.

Foto von Ian Schneider auf Unsplash

Und nun Du?!

Hast Du auch Lust bekommen, mit Deiner Idee den nächsten Schritt zu nehmen? Ganz gleich, wie groß oder klein, ob Unternehmer oder Start-up-Gründer, wir von der WFG Krefeld und vom silkvalley e.V. begleiten Dich bei den Schritten Deines spannenden Abenteuers.

Auf startkrefeld.de findest Du Deinen passenden Ansprechpartner. Wir freuen uns, von Dir zu hören!

Lesedauer:   Min
Quelle/AutoR

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